Geschichtliches
Kurzer geschichtlicher Rückblick
Die Entwicklung der Jugendorganisationen seit der "Industriellen Revolution"
Zu allen Zeiten der Menschheit hat die Jugend eine wichtige Rolle gespielt. Dabei waren Auflehnung, Rebellion und Konflikte wesentliche Merkmale des Generationenkonfliktes. Doch so deutlich, wie sich die Jugendphase heute darstellt, gibt es sie erst seit ca. 150 Jahren, also seit sich die Arbeitswelt durch die Industrielle Revolution grundlegend verändert hat. Es entstanden der Kinder- und Jugendschutz, Kinderarbeit wurde verboten, die Bildungs- und Schulpflicht eingeführt.
Zur Jahrhundertwende entstanden die ersten Jugendorganisationen. So ist der "Wandervogel" der Vorläufer der heutigen Jugendorganisationen (die Jugend traf sich in Gruppen, um zu wandern und im Freien zu übernachten und Dinge zu organisieren).
Hatte der Staat damals noch kein Interesse an der Jugendarbeit, so zeigten die Diktaturen der Zwischenkriegszeit erstmals, was ein Staat mit Jugend zu tun vermag, wenn er sie total für sich vereinnahmt. Die "Hitlerjugend" und die italienische "Balila" sind abschreckende Beispiele dafür. Ähnlich geht es heute noch in totalitären kommunistischen Staaten zu.
Nach dem zweiten Weltkrieg fühlten sich die Erwachsenen und Politiker schuldig gegenüber der Jugend und es begann im Westen die sogenannte Demokratische Umerziehung mit bewusster Förderung der Jugendorganisationen. Es entstanden das Haus der offenen Tür, der Jugendaustausch, die internationale Herbergsbewegung.
In Südtirol war es die katholische Kirche, die bis in die 70er Jahre hinein maßgeblich Jugendarbeit betrieben und gefördert hat. Doch mit der Zeit fehlte es der Kirche an Mitarbeitern und die Jugendarbeit ging zurück. Um dem entgegen zu wirken wurden die Jugenddienste gegründet. Durch den Einfluss, die die Kirche bis dahin hatte war der anfängliche Zweck der Jugenddienste, die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit zu übernehmen. Vorreiterrolle war dabei der Jugenddienst im Dekanat Taufers, der einer der ersten Jugenddienste in Südtirol war.
Durch die großen Veränderungen in Wirtschaft, Bildung und Kultur hat sich auch die Jugendarbeit verändert und unterliegt immer noch laufenden Veränderungen. So ist nicht nur mehr die Kirche und der Jugenddienst für Jugendarbeit zuständig, sondern es gibt viele Anbieter, die um die Zielgruppe "Kinder und Jugend" werben. Dazu zählen Sport- und Freizeitvereine, Schulen und Wirtschaftsunternehmen, Handelsketten, Medien usw.
Gründung des Jugenddienst Meran
Der Jugenddienst Meran wurde am 15.06.1983 im Nikolaussaal der Pfarre St. Nikolaus gegründet und hatte seine ersten Sitz in der Pfarre Maria Himmelfahrt. Ziel war damals der Auf- und Ausbau der außerschulischen kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit im Dekanat Meran. Träger war und ist der Verein "Jugenddienst Meran" der als Non Profit Organisation im Register des Landes eingetragen ist.
Jugenddienst heute
Heute ist der Jugenddienst eine kostenlose Informations- und Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Vereine, die in der Jugendarbeit tätig sind.
Von 1994 bis 2002 hatte der Jugenddienst seinen Sitz im Pfarrplatz Nr. 7, Meran. Seit 2002 hat der Jugenddienst seinen Sitz in der Schafferstraße 2 in Meran. Es arbeiten 11 hauptamtliche Mitarbeiter/innen aufgeteilt im Büro (5 Personen) und in den Jugendtreffs(6 Personen: Algund, Tirol, Marling, Treff 84, Obermais).
Das Einzugsgebiet des Jugenddienstes besteht aus 8 Gemeinden (Algund, Meran, Marling, Schenna, Dorf Tirol, Riffian, Hafling) und 15 Pfarreien (in Meran: St. Nikolaus, St. Georgen, St. Vigil, Maria Himmelfahrt, St. Justus, St. Peter, in Algund: hl. Joseph, in Marling: Maria Himmelfahrt, in Schenna: Maria Himmelfahrt, Hl. Kreuz Erhöhung, Johannes und Paulus, in Dorf Tirol: Johannes der Täufer, in Riffian: 7 Schmerzen Maria, in Kuens: Mauritius und Korbiniam, in Hafling: Johannes Geburt).
